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43 des Tages
Die Welt der 43
"Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.
Erwecken
Dienstag, den 13. Januar 2009Wenn ich träume, wache ich auf. Manchmal möchte ich das. Manchmal nicht, wenn es draußen kalt ist, Schnee vor dem Fenster liegt und Regen dagegen peitscht.
Wenn ich träume, dann erwache ich. Darauf vertraue ich, denn nur in den Träumen sind die Geister. Verfolgen mich mal mehr, mal weniger. Ich lebe mit ihnen. Dulde sie für Stunden. Wenn ich erwache, sterben sie, doch sie sind nicht verschwunden.
Wenn ich träume, bin ich wach in meinem Traum. Ich sehe und erlebe. Knorrige Bäume heben ihre Arme, winken mir zu und locken mich. Kahle Flächen, Raben und Krähen fliegen umher in Zeitlupe durch die eisige Dämmerung. Der See ist gefroren wie dein Herz. Dein ganzer Körper. Du kniest neben dem Baum, in der Stille.
Wenn ich träume, erwecke ich dich. Küsse deine fahlen, kalten Lippen. Langsam erwachst du zu Leben, während ich mich an dich schmiege. Wärme dich, halte dich fest. Mit deinem Lächeln sieht alles so anders aus. So ganz anders. Aus dem Stillstand erheben sich die schwarzen Vögel und verschwinden in den Abendhimmel. Sonne glänzt rötlich, die Farben, der Frühling kehrt zurück. Wunderschönes blau leuchtet in die Nacht.
Wenn ich träume, bin ich bei dir. In deiner Nähe. Berühre dich. Nur im Traum fliegen wir über diesen See. Hand in Hand spüren wir den Sog der Kälte, die uns umgibt. Nur im Traum sind wir frei. Deine Augen strahlen traurig in der Nacht. So warm. So endlos. Ich fühle dich und wir küssen uns bis in den Morgen, wenn der Abschied naht. Und ich deine Welt verlasse.
Wenn ich träume, wenn ich träume und nicht wach bin. Wenn ich erwache, falle ich einsam in meinen Tag. Hoffe, du wachst über mich. Denkst an mich. Wünsche dich am Tag hier her, aus deiner weit entfernten Welt. Berühren. Dich küssen. Doch so tränen meine Augen und ich warte auf die Nacht. Will für immer schlafen. Verfluche stumm den Tag.
Exitus.
Samstag, den 29. November 2008 Exitus. Overkill.
Exitus. Overkill.
Exitus. Overkill.
SEX! BASTARD!
Exitus. Overkill.
Exitus. Overkill.
Exitus. Overkill.
SEX! BASTARD!
Overstar. Killsex.
Overstar. Killsex.
Overstar. Killsex.
EXIT! BASTARD!
Google Earth. Wikifuck.
Google Earth. Wikifuck.
Google Earth. Wikifuck.
SEE! YOU! KNOW! NOTHING!
SEE! YOU! KNOW! NOTHING!
SEE! YOU! KNOW! NOTHING! ABOUT!
SEX! BASTARD!
Overkill. Exitus.
Overkill. Exitus.
Overkill. Exitus.
Es gibt keine Wahrheit. Es gibt unendlich viele Wahrheiten.
Alle Wahrheiten sind wahr. Es gibt keine Wahrheit.
TRUST! THE! TRUTH!
TRUST! THE! TRUTH!
TRUST IN TRUTHES!
Sei mein Gast
Samstag, den 15. November 2008 Tja, da bist du also wieder hier.
Vielleicht den Link eingegeben oder von Google entführt. Google ist der Helfershelfer des Hijackers. Hijacker Assistence. Was solls, nur Geschwafel. Nimm dir einen Tee und ein paar Plätzchen.
Wo du schon mal hier bist, setz dich doch einen Moment. Genieße die Stille dieser Seite. Keine nervige Musik, nur das Rauschen deines Lüfters.
Soll ich dir eine Geschichte erzählen, oder vielleicht ein Gedicht? Ja richtig, Gedichte gab es genug in letzter Zeit. Vielleicht einfach kurz, was sich neulich zugetragen hat.
Es war ein herbstlicher Tag, in der Nacht hatte es zum ersten Mal gefroren. Raureif war am Morgen überall auf Rasen und gefallenem, bunten Laub. Man atmet aus, und die Luft beschlägt, so kalt war es und doch kam am Tag die Sonne heraus. Ein Tag, an dem man die Jacke richtig hochzieht, man die Hände tief in der Jackentasche vergräbt und nur das Nötigste macht. Man winkt einem Nachbarn zu, macht ein paar Besorgungen und verstaut diese in Stoffbeuteln. Leichter Wind kommt auf und wird stärker und am Abend ist alles so friedlich und eiskalt.
weiter…
Versuch einer Selbstbeschreibung
Donnerstag, den 13. November 2008 Ich bin nicht cool oder hässlich,
manchmal witzig, nie grässlich,
nachdenklich, oft zynisch, vielleicht auch sarkastisch,
nicht immer gut drauf, nur selten fantastisch,
melancholisch und träumend und nie Realist,
bin ein Fantast - und ehrlich, dass ihr es wisst!
Bin Dichter und Denker, Spinner und Schisser,
ziemlich spontan und kein Ansbeinpisser.
Ich bin wie ich will und das inkonsequent,
ziemlich verlässlich und inkonsistent,
allein in der Welt und meist unverstanden,
trotz alledem noch immer vorhanden.
Ich gehe hinaus und schau, wo ich kann,
begreife das Leben und fasse es an.
Ich ruhe in mir, liebe Stille und Nacht,
bin voller Fehler, und oft ohne Kraft.
Lustlosigkeit und äußerer Zwang,
engen mich ein und töten den Drang,
vielleicht mal etwas anders zu sein,
nicht mehr so grau und nicht so allein.
Doch ist es das Graue, das mich verhüllt
und den Wunsch in mir nach Stille erfüllt.
So erschafft es in mir Geschichten und Orte,
allein durch Gedanken, Gefühle und Worte.
Sternensänger
Montag, den 10. November 2008 Wie oft waren wir unsterblich?
Wahrscheinlich nur dies eine Mal.
Verletzlich, einsam, unerbittlich,
unersättlich dürstend nach dem Nichts.
Feuern Gedanken aus der Stille,
Sternenschiffe in das Licht
gefangen hier und ohne Gnade
so fallen wir im letzten Stich.
Geleiten uns noch selbst nach Hause,
ist dann dort, man kennt sich doch…
…und auch nicht mehr, verstecken uns,
verbrennt die Liebe, verbrennt sie - bis ich einsam bin.
Ist das Letzte dann erloschen,
blind und schwarz und atemstill
hüte ich mich vorm Ersticken,
weil etwas in mir atmen will!
gehen und bleiben
Freitag, den 29. August 2008 wenn die gingen, die blieben und die blieben, die gingen,
wären die, die gingen, mir lieber geblieben als die, die blieben und nicht gingen.
Alles klar?
Bleibt!
Abseits des Waldes
Freitag, den 20. Juni 2008 Abseits des Waldes fliegt eine Biene im Torrausch.
Deligiert und hofft und bangt - und weiß doch gar nichts.
Warten auf ein Hupen, wenn der Freistoß sich senkt.
In die Maschen, über den Rasen, das rasende Herz.
Im Stau des Strafraums pulsiert das Leben beim Anlauf.
Bis zum Absturz rauscht die Zeit vorbei, hält inne, streckt sich.
Dehnt sich im Moment des Versagens zur Unendlichkeit.
Bis sich aus den Kehlen Tausender ein einziger Schrei entlädt.
Traurig blicken, jäh entsezt, Unterlegene auf die Uhr.
Zeit verrinnt: Macht doch schneller! Bange Blicke, ein Angriff noch!
Meine Standart zum Standard. Eine Ecke?
11 Meter in 11 Sekunden zum 1:1. Los jetzt!
Abseits des Waldes fliegt eine Biene.
Über den toten Maulwurf, der auf dem Weg liegt.
Als hätte ihn jemand von der Sonne verbrannt
in den Winkel geschossen. Hier ist es dunkel.
Kein Flutlicht.
Kein Rampenlicht.
Keine Scheinwerferkorsos.
Vielleicht ein paar Glühwürmchen, leuchtend.
Ich genieße es.
Temptation waits
Freitag, den 30. Mai 2008 1.
Dinge anders tun.
Vielleicht wünscht man sich das. Manchmal, ein anderes Leben, eine andere Wirklichkeit.
Nachtrauern verpasster Chancen?
Oder dem jetzt. Zerissen. Nicht zu wissen wohin. Wohin.
2.
Durch den Regen taumeln.
Nicht fallen!
Fallen.
Fallen und wieder aufstehen.
Das ist der Unterschied.
3.
Wenn ich auf der regennassen Straße liege und sehe wie es anderen gelingt.
Antriebslos in der Strömung des Stillstands.
Menschen gehen vorbei, Gesichter, Gedanken, Träume.
Male dich in den Himmel. Vergesse mich.
Vergesse Nichts.
4.
Temptation waits.
Nowhere forever?