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43 des Tages
Die Welt der 43
"Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.
Vom Suchen.
Samstag, den 30. Mai 2009 Wandernd zwischen den Sternen,
suchen die Suchenden vergeblich
und die Findenden, wissen nichts mit ihrem Glück anzufangen.
Wohl dem, der findet, obgleich er sucht,
oder findet, obgleich es ein Zufall gewesen,
wohl dem, der findet, und etwas damit anzufangen weiß!
Gelöscht.
Mittwoch, den 27. Mai 2009 Hier steht nichts.
Worte sind Illusion.
Gedanken eine Gabe.
Träume Wirklichkeiten.
Mosaik
Freitag, den 15. Mai 2009 STELL DIR VOR, DIE ERDE BLEIBT STEHEN UND ALLES WÄRE NUR NOCH
…DIESE NACHT
UND WIR MÜßTEN UM DIE HALBE WELT REISEN, NUR, NUR
…UM LICHT ZU SEHEN
WIE WOHL WÜRDE SICH DAS LEBEN ÄNDERN-
WÜßTEN WIR NICHTS VON SEINER ENDLICHKEIT?
UM DIE WELT EINES ANDEREN ZU BEURTEILEN
MUSS MAN SIE BETRETEN
Er lacht. Und ich sehe die Welt mit anderen Augen. Ein kleiner Lichtpunkt in den Gezeiten des Universums, ein Meer voller Sterne und Planeten- und einer davon die Erde.
Vielleicht ist es gar nicht wichtig, Geld, eine Familie oder sonstwas zu haben, sondern jedem die Möglichkeit zu lassen, so zu leben, wie er will.
Zu unbedeutend ist alles Leben in Bezug auf die Geschichte des Universums oder der Erde- doch ist nicht dieses Leben an sich…alles, was wir haben?
Toter Blick Hoffnung
Donnerstag, den 9. April 2009 Ich stehe hier und frage mich
Warum ich keine Menschen sehe
Wie Schemen geisterwandelnd
Tote Blicke starren mich
Vernarbte Augen flehen mich
Verloschene Herzen sehen nicht
Ich rieche keine Angst alles steril
das ist die Nacht in der die Hoffnung fiel
Tanzen
Mittwoch, den 18. März 2009 Ich tanze heut einfach mit den Mythen,
ich laufe den Horizont hinauf.
Wenn ich sehe wie Gedanken wüten,
leg ich mich lieber hin und verschnauf.
Das Minnelied der Liederminnen
Freitag, den 6. März 2009 Wir werden nie betrogen oder betrügen,
fast niemals gewinnen, nur immer stets siegen,
kennen kein Klagen, es tut nur alles so weh,
vom hören und sagen, wie ich höre und seh.
Wir denken daran und haben vergessen,
Laben uns an Speisen, können’s nicht essen,
trinken Whiskey und Bier, nur keinen Alkohol,
immer unzufrieden fühlen wir uns sauwohl.
Wir gehen durch Burgen und stürmen kein Schloss,
uns verfolgt nur die Gier, kein Reiter, kein Ross,
plündern und stehlen und wollen kein Gold,
zum Glück im Unglück ist das Pech uns hold.
Es erklingt über Mauern, Dächern, Steintürmen und Zinnen
mit allen zusammen: Das Minnelied der Liederminnen.
Und wenn einst Wälle bersten und Steine zerfallen
so wird es für immer aus ihren Trümmern schallen.
Enter the Dark und Guten Tag
Montag, den 19. Januar 2009 1.
Die Sonne scheint und draußen wird es Sommer. Länger hell ist es auch, wenn es nicht gerade regnet. Er geht in die Stadt und trinkt einen Kaffee. Schlösser wie Kathedralen oder Kristallhöhlen. Saturn als güldenes Stalaktit des Volkes. Menschen gehen vorbei, so auch er. Langsam und beobachtend. Eine Stadt erwacht, die niemals schlief. Eine Stadt erwacht, während sie im Koma liegt.
Keine Pflanzen, die nicht gekauft. Keine Wäsche, die nicht gestohlen. Keine Steine auf den anderen. Er nimmt den Tag am dritten Pier. Sein Weg endet hier.
2.
In der Kristallhöhle ist es fast zu dunkel. Grünlich schimmern Pflanzen, Moos am Boden. an der Decke, an den Wänden. Sie zeugen von Wasser. In der Tiefe schaut er an den Himmel. Der Himmel ist verschwunden. Keine Sterne stehen. Kann keine Lichter sehen. Alles nur finster, finster im All. Rote Diamanten erscheinen im Nichts. Stillstand, Stillstand.
3.
Worte verhallen im endlosen Raum. Seine Schritte ebenfalls. Wenn der kommende Moment die Geräusche der Gegenwart schluckt, ist man seiner Zeit voraus. Oder knapp dahinter. Nur nicht im Jetzt. Lebe im Jetzt, heißt es. Jetzt oder nie. Doch wenn er nicht im Jetzt lebt, wann lebt er dann? Nachdenklich setzt er sich auf den Boden und stammelt wortlose Gedanken zu sich selbst. Teile des Ganzen ergeben einen Eindruck und ersetzen ein Bild. Doch er kann es nicht sehen. Er sieht sich nicht.
Memoiren
Freitag, den 16. Januar 2009Ich wollte meine Memoiren schreiben, doch es ist nicht gelungen. Hat mir viel zu sehr nach Selbstmitleid geklungen.
Drum habe ich mich nur dran gesetzt, kein wäre wenn und könnte jetzt, eher ein sein, wie es nun ist, und so, dass man es niemals nicht vergisst.
Reimen soll es sich auf keinen Fall, sonst kriegt man sofort einen Knall, wenn ich ehrlich sage, wie ich bin, krieg ich das nur ohne Verse hin.
Viel ist gewesen und wird noch geschehen, habe manches erlebt und anderes noch nicht gesehen und da ich hier nun enden muss, werfe ich mich vor nen Bus.
So reime ich und fress dich dann, bin nicht Batgirl, kein Supermann, es ist einfach nichts passiert, Langeweile garantiert.
Trotzdem schreibe ich ein Buch, andere tun es auch und - Huch, steht es im Regale dann, auch wenn man das nicht lesen kann.
Memoirt!
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