Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

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    Pathience

    Dienstag, den 23. März 2010

    1. Gesang, Empathie
    Aus der Ferne.
    Wenn Echos fremder Zeiten
    unter uns dröhnen
    die wir vor uns wähnen.
    Metall geißelt Metall.
    Funkenschlag
    durchgleißt die Nacht.
    Hämmernd, monoton von Macht.
    Schweißpunkte und Schweißnähte
    die Vergangenes und Gegenwart
    verweben, dann zerstechen,
    verkleben, dann zerbrechen,
    vernähen und mit Jähzorn versehen.

    2. Gesang, Sympathie
    Am Anfang ist ein Funkenflug,
    wenn Blicke sich berühren,
    Hände fühlen,
    die sich doch nie greifen,
    Gedanken schweifen,
    die nicht mehr leben,
    Träume, die durch Nächte irren
    wie verbranntes Fleisch.
    Zu lange abgestorben
    Verroht, verkohlt und dann verdorben,
    ausgemehrt und ausgezehrt
    Liebe und Tod im Spiegel verkehrt.

    3. Gesang, Antipathie
    Das Quecksilber toter Herzen giftet
    sich selbst und fließend,
    ist doch auch Metall auf Metall.
    Doch Tropfen sind kein Schlagen,
    ein Fließen ist kein Klagen.
    Da ist kein Klirren mehr
    im Klingenmeer.
    Wie ein Hammerschlag versinkend
    im Treibsand eines Flüssigmetalls.
    Keine Fabrik steht.
    (Mehr.)
    Still.

    4. Gesang, Apathie
    Menschen gehen rechts.
    Menschen gehen links.
    Wie Roboter.
    Sie sprechen aneinander vorbei,
    öffnen ihre Münder
    und schauen verzweifelt,
    weil sie nicht sagen,
    was sie denken,
    weil sie nicht
    denken,
    fühlen.
    Nicht (mehr).
    Zu lange her.

    5. Gesang, Apathie
    Starre Augen haben ihren Glanz verloren
    eiternd, farblos gelbe Tränen,
    doch Trauer ist es nicht
    die aus ihnen spricht,
    Gefühle aus Metall geschlagen,
    wie Statuen, die sich nichts mehr sagen.
    Bluten nicht, weil nur Papier,
    das einst aus Haut bestand
    in der sich nie ein Mensch befand.

    6. Gesang, Empathie
    Flammen brechen nicht,
    Aschen sprechen nicht,
    Worte rächen sich.
    Und sie lächeln nicht.
    Sie vergessen nicht.
    Denn sie wissen nicht,
    dass alles was sie tun
    und alles was sie sind,
    und alles was sie wollen,
    (mehr)
    in diesem Moment zu wichtig ist.

    Momentaufnahme, innen

    Freitag, den 19. März 2010

    Im Moment kommt es mir so vor, als wäre alles was ist Geschichte, was war eine Lüge und was wird nichts mehr.

    Kann mit meinen Gedanken nirgendwo hin. Nicht sehen, nicht fühlen, eine Leere in allem.
    Man hat mich abgeschaltet, deaktiviert.

    Ich glaube nicht an ein Wiedersehen, doch wie kann man glauben, wenn da nichts mehr ist woran man glauben kann?

    Zeit vergeht nicht mehr.
    Schlaf umgibt mich nur mehr scheu.
    Kann mich nicht mehr freuen.
    Gutes prallt ab, außen.
    Eine Momentaufnahme, innen
    Voller Zweifel, in meinen Sinnen.

    Ein paar Texte

    Sonntag, den 7. Februar 2010

    1.
    Ich habe gehofft, so lange das Licht brennt.
    Doch Tote altern nicht.

    2.
    Du lebst ständig.
    Du lebst selbst.
    Du lebst selbst ständig.
    Du lebst selbst, ständig.
    Du lebst selbständig in Angst.

    3.
    Nun, da einige Wochen vergangen sind,
    ist es Zeit an den Anfang zurückzukehren.
    Wünsche werden Wirklichkeit,
    Träume Phantasie,
    und Hoffnung entsteht aus Traurigkeit.

    4.
    Weil die Menschen mich nicht mochten, begann ich mit den Büchern zu sprechen.
    Denn diese waren das einzige, was ich liebte - und die Bücher liebten mich, würde ich sagen.

    5.
    Ich greife durch die Zeit.
    Als der Regen still steht.

    Mondfinsternis

    Mittwoch, den 18. November 2009

    Durch Schloss und Tor, Pforte und Schrein
    Werde ich mein Monduntergang sein.
    Gestank und Abschaum dieser Welt
    Die sich noch gestern entgegenstellt

    Verschwinden - und betrachtet, wie es vorher war,
    Alles was wird, ist nicht mehr da,
    Und alles, was niemals gewesen ist,
    Wird Leben, wird Werk und wird mein Licht.

    Einfach nur kalt und unbewohnt,
    mein Werden im Morgenstill - ein toter Mond.

    Ich ziehe aus in den Strobentank
    Von Schichtfest, Herrgott und Erntekrank,
    Verschließ mich bestrahlt von Nacht
    Zwischen gleißenden Sternen in Mondohnmacht.

    Die Finsternis eines toten Mondes
    Die Ohnmacht eines maroden Todes
    Ich selbst versteckt in meiner Welt der Nacht
    Schwarz ist nicht tot - wo mein Leben lacht.

    Still standing on the Edge of Dreams

    Montag, den 7. September 2009

    Und weil ich hier noch warte
    sehe ich Dich manchmal
    flirrend hier im Dunkelhain.

    Und wenn ich meine Augen schließe
    blind den Blick zu Boden richtend,
    warte ich hier still auf Dich.

    Habe mich doch selbst vergessen,
    und sehe mich hier stehen,
    im einbrechenden Dämmerlicht,
    weiß ich dann, dass es mich nicht gibt.

    Erlischt mein eigenes Bild von mir,
    sehe ich noch immer Dich
    Deine Gedanken und Dein Werk,
    all das, was nie erlischt.

    Und hast Du mich nur kurz berührt,
    geführt und weiß und seh Dich doch,
    das Licht der Nacht, die Zarg’ der Zeit
    und manchmal Zweifel noch.

    Und während Du so weiterlebst,
    als ob nichts anderes wär,
    stehe ich auf den Gipfeln meiner Träume
    und werfe den Blick gen Meer.

    (And while you’re living on and on
    I’m still standing on the edge of dreams.)

    Drauflos. Sauflos.

    Samstag, den 13. Juni 2009

    Wenn der Tag beginnt und erlischt, gehe ich. Verwandle mich selbst und du, die du mich gestreift in diesen Tagen, verschwindest in deiner Welt. Ich bleibe hier. Lichter flackern dort draußen. Baden sich im Kitsch des eigenen Ermessens und das alles hilft mir, ich selbst zu sein. Zu bleiben.
    Ich gehe drauflos. Und sauf los. Gehe sauflos drauflos?
    Hauptsache, etwas beginnt!
    Und wenn es nur dieser Tag ist, der beginnt, um zu erlöschen, mich selbst verwandelt und du, die du mich streiftest in deiner Welt zurücklässt!

    Join Paradise

    Mittwoch, den 3. Juni 2009

    For those to kill
    I just adore
    Fuck yourself
    And cry no more

    For those to love
    I`m glad to see
    Do not touch
    Be never free

    I`m your slayer
    When you laugh
    Well, I think
    You had enough

    Never really who I am
    No more fucking compromise
    I hate you so, can`t even say
    Come, kiss my gun, join paradise

    Vom Suchen.

    Samstag, den 30. Mai 2009

    Wandernd zwischen den Sternen,
    suchen die Suchenden vergeblich
    und die Findenden, wissen nichts mit ihrem Glück anzufangen.

    Wohl dem, der findet, obgleich er sucht,
    oder findet, obgleich es ein Zufall gewesen,
    wohl dem, der findet, und etwas damit anzufangen weiß!

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