Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    Die Welt der 43

    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

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    Liebe ist…

    Samstag, den 7. Februar 2009

    die Stille nach dem Tod.

    Frieden

    Samstag, den 24. Januar 2009

    Frieden ist die Abwesenheit von Leben.

    Lebt?

    Sibirische Verhältnisse

    Dienstag, den 6. Januar 2009

    Fürchterlich!
    Wie kann sich der Winter das nur erlauben? Unglaublich bizarre Kälte. Euphorische Minus 26 Grad. Der kälteste Winter aller Zeiten. Kein Schnee mehr. Trockene Luft.
    Sibirische Verhältnisse!

    Sibirische Verhältnisse?
    Ich frag mich ja schon, was das sein soll. Klar ist es kalt, kälter auch als die letzten Jahre. Und wem ist nicht der Sommer viel lieber, Strand und Meer. Aber ich kann mich durchaus noch an Winter mit solchen Temperaturen wie zur Zeit erinnern - und die meisten wohl auch. So lange her ist es ja nun auch nicht, oder?

    Aber es werden mal wieder Rekordkälten ausgerufen, die keine sind. Sibirische Verhältnisse. Ich erinnere mich da an eine Reportage. Zwei Klischeerussen mit Fellmütze und rotnasig gehen vor ihre Hütte, überall Frostkälte, ein schöner zugefrorener See. Und dann ist von Wärme die Rede, Minus 43 Grad, mal ein milderer Tag. Powered by Vodka.

    Vielleicht sollten die Wetterfrösche und Nachrichtenbürokraten der Gegenwart auch mal lieber zu Vodka greifen, statt ewig irgendeinen Rekordmist zu verzapfen. Manchmal ist das Gewöhnliche mehr als das Ereignis. Das Normale glaubwürdiger als der panische Superlativ. Was zählt ist nur die Schlagzahl der Schlagzeile. Geschlagen fühlt sich dabei nur der, der nach Information trachtet.
    Transsibt!

    Neujahr 09

    Sonntag, den 4. Januar 2009

    …könnte auch der Titel eines EA Spiels sein, das jährlich aufgelegt wird. und das viel länger. Wieder nur ein Grafikupdate. Immerhin Lizenzen für die Monatsnamen.

    Wer im neuen Jahr alles besser machen will, hat vieles falsch gemacht.
    Wer im neuen Jahr einiges anders machen will, kann dies auch jederzeit tun.

    Vorsätze zum neuen Jahr?

    Protestieren, dass Neujahr 10 auch wieder ein lahmer Aufguss wird.
    Und bis dahin?

    Einfach alles besser machen. Oder anders. Oder gleich. Oder gar nicht.

    Jahr des Nichtstuns.
    Willkommen im Nichts.

    Nichtst!

    Warum fallen uns nur all die Lieder ein?

    Sonntag, den 28. Dezember 2008

    Es geht nicht Ohne Dich. Situationen und Erlebnisse, die man mit Musik verbindet. Geschehen dringt in uns und durch uns durch, alles geht weiter und man verharrt. In diesem Moment, in dieser Zeit.

    Menschen gehen, verschwinden und werden versteckt in Liedern, Botschaften., Texten und Gedichten. In Melodien. Zeilen, die aufsteigen, an die man denkt. Melodien auf denen man davonschwebt. Du bist nicht mehr mein Zauberer. Herzeleid. Miststück.

    Zaubererbruder wo bist du gewesen? Woher soll man das wissen, wenn man nicht mal weiß wo man selbst war? Zeit sich zu Liedern füllt.

    Wish you were here. Two lost souls swimming in fish bowl, year after year. So far away. Manchmal singen die Sterne. Manchmal die Wolken. Selten man selbst. Nur manchmal singt man selbst.

    Wenn ein Mensch geht ist das eine Tragödie. In den meisten Fällen. Kannte man ihn, bleibt man verlassen zurück. Still, mit seiner Trauer. Eine Träne fließt und fällt zu Boden, viele Tränen wenn es sich nicht umkehren lässt.

    Tod ist der Begleiter des Lebens und doch ist er unfassbar, unerfahrbar, so weit weg. Bis er unter uns ist, ein Abschied, ein letzter Gruß. Warum fallen uns dann nur all die Lieder ein? Lieder und Zitate? Weil man selbst sich unvollkommen fühlt, als das man eigene vielleicht kitschige Worte findet. Weil man stumm ist, stumm vor Schreck und Angst und Schock, dass man sich hinter fremden Worten versteckt.

    Zitate trösten.
    Lieder erinnern.
    Warum fallen uns nur all die Lieder ein?

    Weil Musik Gefühle und Zeiten weckt, weil man sich für einen kurzen Moment fühlt als wäre es damals. Dein Lächeln. Dein Blick. Dein Geruch, das Gefühl dich zu küssen.

    Alles verblasst und der Blick geht ins Leere. Dahinter nur grau. und für einen kurzen Moment ist man verletztbarer als je zuvor.
    Warum fallen uns nur all die Lieder ein?
    Lieder sind Schutzschilder. Kleiden das eigene unvollkommene Unglück in passende Worte.

    Träumerei.

    Sternenjäger 2008

    Mittwoch, den 24. Dezember 2008

    Und so fliehe ich durch meinen Traum.
    Wie jedes Jahr von besserem Ich und alledem, was mir gefällt.
    Was sich ändern will und soll, was bleiben kann. Was wird.
    Nehme meine Gedanken und fliege mit gespreizten Schwingen über leere Straßen.
    Fühle mich frei. So frei.
    Werde vom Auto erfasst und sterbe.
    Hab nicht mal dran gedacht: Mein Erbe.

    Oberflächliche Gedankenriesen - Was wohl nie passiert

    Dienstag, den 2. Dezember 2008

    Gedankenriesen lauern und blasen zum Angriff. Nehme die Keule leider zu selten. Sehe Schatten in der Ferne und weiß sie können mich nur töten, wenn ich das zulasse. Manchmal zerschlage ich sie, manchmal türmen sie sich vor mir auf. In Zeitlupeneffekten warte ich auf das Ende. Raffe mich auf und lebe am Gedankenriesenexistenzminimum der Angst.

    Man hat viel Zeit und doch zu wenig. Fernsehen, all diese Zeit für sich, all diese Zeit, die man mit hohlem Geschwätz und sinnlosem Kram verbringt. Nichts ist sinnlos, wenn es Spaß macht. Doch manchmal im Moment des Selbstzweifels kann man sich schon fragen, was das alles bringt.

    Bekanntschaften… Sieht man sich jemals, telefoniert man? Und dann denkt man, dass die eigene Angst sich wieder wie Riesen auftürmt, man weiß ja auch nicht wie es ist, wie es wäre. Vom negativen ausgehen. Oder eben immer ausweichen. Doch was bringt das dann, wenn Gedankenriesen schwinden und nur etwas Oberflächliches zurückbleibt?

    Obwohl man gern mehr möchte, mehr als das, auch wenn es schön ist. Auch wenn es vielleicht alles ändert. Aber alles wäre realer. Und besonderer. Jeder sieht das anders und muss das für sich entscheiden. Es ist die Frage ob man auf Dauer damit leben möchte und kann. Und dann ist es doch wieder schön. Und manchmal stellt man sich zu viele Fragen, über Dinge die vielleicht einfach passieren.

    Man kann es sich vorstellen, dass man sich trifft. Man kann sich alles vorstellen, und doch wer weiß das schon. Also versteckt man sich. Bleibt hier, im Schutz. Und denkt daran und hofft. Darauf wie es wäre. Sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen. Oder die Stimme zu hören. Alles wäre klarer, weniger diffus. Weniger Geheimnis. Weniger Traum. Alle Zufälle wie gewollt. Gemeinsame Momente Zufälle.
    Oder vielleicht so viel mehr. So viel mehr.

    Doch das wird wohl so nicht geschehen.
    Weil Märchen meistens nie gut ausgehen.

    Und manchmal ist das besser so. Auf Entfernung täuschen die Dinge.
    Die Dinge und Ansichten.

    Desoxyribonukleinsäure

    Mittwoch, den 26. November 2008

    …war damals der Cheat für Rings of Medusa. Ich wusste nicht wirklich was das ist und habe mich gefragt, was wohl eine Kleinsäure sein soll. Jahre später dann natürlich die Aufklärung, aber die ist hier gar nicht wichtig im Moment.

    Es geht eher um die Faszination von Spielen, in Zeiten, als man mit C64 noch Freak war. Als man noch mit vier Personen vor einem C 16/Plus 4 saß und Winter Games spielte. Oder mit Amiga, mit ST. Als Spiele noch knallbunt waren und voller Ideen, weitab vom Grafikwahn. Ein Turrican 2 auf Disketten. Zeitlose Musik. Kunst, wie nur in wenigen Meisterwerken.

    Spiele mag man das ja fast gar nicht mehr nennen, das wirkt ja fast abwertend. Warum diese Künstler, die Spiele und Welten schaffen in Deutschland weniger beachtet sind, als Musiker oder Filmemacher weiß wohl niemand.

    Benzin für die Kettensäge. Zak hatte, was Syd, Dave und Co nie durften. Das rote und das grüne Tentakel, Ideen und Ideen und Ideen. Ein mysteriöses Haus, ein schleimiger Meteor und ein wirrer Dr. Fred. Hamster in Mikrowelle. Aber das Geheimnis um die Kettensäge überragte das alles. Wo war das Benzin? Konnte man das wirklich mit einem Schlauch aus dem Auto saugen und dann die Treppe reparieren?

    Nein, wohl nicht. Aber das Mysterium blieb und sprach sich herum, einer der Running Gags, was auch später wieder und wieder auflebte. Spiele waren etwas besonderes. Waren Thema auf Schulhöfen und wurden mit Ver - und Bewunderung gewürdigt.

    Dann war da Monkey Island, besonders der zweite Teil. 11 Disketten am Amiga. Parallel mit einem Freund gespielt, in der Schule gab es nur das Thema. Dazu Stephen Kings Es gelesen, und The Stand. Eine schöne Zeit, die Entdeckung der Spiele, als es für die meisten noch mehr Hobby war als alles andere. Kaum Bugs das Vergnügen störten.

    So wird es das nie wieder geben. Damals war einem das nicht bewusst. Spiele werden immer realistischer, die Ideen und Neuerungen immer weniger. Details verschwinden und das Erlebnis wird vom Angebot erschlagen.

    Nicht alle neuen Spiele sind schlecht, aber das Spielgefühl, die ganze Entwicklung der Computer mit zu erleben. Vom C 64 BTX zum x-Tausend DSL in wenigen Jahren. Von Faszination zum Gewöhnlichen. Denn das Gewöhnliche, hier wird’s Ereignis. Denn das Gewöhnliche, das macht es möglich.

    Zeit dehnt sich und verschwindet. Kommt nicht zurück. Bleibt immer fort.
    Vergeht!

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