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43 des Tages
Die Welt der 43
"Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.
Nur ein paar Seiten noch…
Jonathan Franzen-Die Korrekturen
Teilweise etwas ausufernd lange Sätze, aber sehr stark in den Dialogen. Thematisch ein Familienroman. Eltern wollen vor dem Sterben noch mal alle (inzwischen erwachsenen) Kinder zum Weihnachtsfest zusammentrommeln, die aber ihrerseits völlig verschiedene Laufbahnen eingeschlagen haben. Mitunter sehr schräg. Kann mich aber noch nicht durchringen das Ganze richtig super zu finden.
Im Nachhinein ist dieses Buch “nett” gewesen. So viele gute Bilder, Personen und auch Dialoge es gibt - es zieht sich zu sehr und irgendwie will man auch gar nicht mehr wissen wie es weitergeht. Werde auch nichts anderes von Franzen lesen, finde das ist einfach nur überbewertet.
Jussi Adler Olsen - Erbarmen
Klappentext: “Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«”
Also wenn das nicht spannend klingt weiß ich auch nicht!
Ich kann hier nur sagen: Finger weg. Aus einer tollen Idee wird hier leider nur sehr wenig gemacht, wer aufgrund der Rezensionen einen zweiten Stieg Larsson erwartet, wird enttäuscht. Sehr schade, Auflösung lächerlich platt und die Charaktere so lala.
Lukianenko - Weltenträumer
Was habe ich mich drauf gefreut, kann jetzt aber nur noch sagen: Der Stil in diesem Buch gefällt mir nicht, kurze Sätze, das alles wirkt unrund-mag sein, dass das an der Übersetzung liegt. Hat die 100 Seitenregel nicht überstanden. Ich hab noch die Wächter-Reihe und hoffe, dass die besser sein wird.
Sebastian Fitzek - Das Kind
Für mich einer der besten Thrillerautoren, schockierender Anfang, eine Aufklärung mit der ich gut leben kann, interessante Charaktere und ein Ende, bei dem einem noch mal der Mund offen steht-so wird das gemacht! Freue mich auf weitere Bücher von ihm! Nach “Die Therapie” schon der zweite ganz starke Vortrag.
Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon
Ein Mann (hier Lehrer) bricht von einer Sekunde zur nächsten aus seinem Leben aus. Das Thema gibt es ja öfter in der Literatur, auch in dem zitierten “Der Mann, der den Zügen nachsah” von Simenon. Insgesamt wird mir das Ganze in den Gottespassagen zu lahm, der Schriftsteller im Buch wirkt teilweise zu bemüht kunstvolle Sätze zu schreiben - trotzdem kann man das mal durchschmökern, ich hab bei weitem schlechteres gelesen. Aber eine absolute Empfehlung kann ich hier nicht aussprechen.
Viktor Pelewin - Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin
Eine genial geschriebene Abrechnung bzw. Auseinandersetzung mit dem “heutigen” Russland. Was das Buch aber eigentlich ausmacht: Es geht um Zahlen. Der Protagonist hat lange Zeit die 7 als Glückszahl- empfindet aber irgendwann, dass zu viele diese Zahl als Glückszahl haben und deren Wirkung wird so abgeschwächt. Bei einem Besuch im Kino entdeckt er unter seltsamen Umständen seine neue Zahl: Die 34 steht für das Gute, die 43 (!) für das Schlechte. Genau darum musste ich das natürlich lesen-und was Pelewin aus dem Thema macht ist unterhaltsam, witzig - aber auch sehr interessant. Aber die 43 für das Schlechte? Niemals!
Ansonsten: Kann das sein, dass Bücher immer teurer werden? Nachdem die fast 40 Euro für unendlicher Spaß aufgrund des enormen Umfangs noch irgendwie zu rechtfertigen gewesen wären (aber ich warte hier auf das TB…kostet ja dann nur 18 ),habe ich gesehen, dass es was neues von Murakami gibt. “1Q84″ nennt sich das, enorm beworben und steht als Hardcover für 32€ in den Regalen… Zwar auch über 1000 Seiten, aber trotzdem… Mann mann…
Lest!