Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    Die Welt der 43

    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

    Pathience

    1. Gesang, Empathie
    Aus der Ferne.
    Wenn Echos fremder Zeiten
    unter uns dröhnen
    die wir vor uns wähnen.
    Metall geißelt Metall.
    Funkenschlag
    durchgleißt die Nacht.
    Hämmernd, monoton von Macht.
    Schweißpunkte und Schweißnähte
    die Vergangenes und Gegenwart
    verweben, dann zerstechen,
    verkleben, dann zerbrechen,
    vernähen und mit Jähzorn versehen.

    2. Gesang, Sympathie
    Am Anfang ist ein Funkenflug,
    wenn Blicke sich berühren,
    Hände fühlen,
    die sich doch nie greifen,
    Gedanken schweifen,
    die nicht mehr leben,
    Träume, die durch Nächte irren
    wie verbranntes Fleisch.
    Zu lange abgestorben
    Verroht, verkohlt und dann verdorben,
    ausgemehrt und ausgezehrt
    Liebe und Tod im Spiegel verkehrt.

    3. Gesang, Antipathie
    Das Quecksilber toter Herzen giftet
    sich selbst und fließend,
    ist doch auch Metall auf Metall.
    Doch Tropfen sind kein Schlagen,
    ein Fließen ist kein Klagen.
    Da ist kein Klirren mehr
    im Klingenmeer.
    Wie ein Hammerschlag versinkend
    im Treibsand eines Flüssigmetalls.
    Keine Fabrik steht.
    (Mehr.)
    Still.

    4. Gesang, Apathie
    Menschen gehen rechts.
    Menschen gehen links.
    Wie Roboter.
    Sie sprechen aneinander vorbei,
    öffnen ihre Münder
    und schauen verzweifelt,
    weil sie nicht sagen,
    was sie denken,
    weil sie nicht
    denken,
    fühlen.
    Nicht (mehr).
    Zu lange her.

    5. Gesang, Apathie
    Starre Augen haben ihren Glanz verloren
    eiternd, farblos gelbe Tränen,
    doch Trauer ist es nicht
    die aus ihnen spricht,
    Gefühle aus Metall geschlagen,
    wie Statuen, die sich nichts mehr sagen.
    Bluten nicht, weil nur Papier,
    das einst aus Haut bestand
    in der sich nie ein Mensch befand.

    6. Gesang, Empathie
    Flammen brechen nicht,
    Aschen sprechen nicht,
    Worte rächen sich.
    Und sie lächeln nicht.
    Sie vergessen nicht.
    Denn sie wissen nicht,
    dass alles was sie tun
    und alles was sie sind,
    und alles was sie wollen,
    (mehr)
    in diesem Moment zu wichtig ist.

    Der Beitrag wurde am Dienstag, den 23. März 2010 um 13:35 Uhr veröffentlicht und wurde unter stories abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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