Pathience
1. Gesang, Empathie
Aus der Ferne.
Wenn Echos fremder Zeiten
unter uns dröhnen
die wir vor uns wähnen.
Metall geißelt Metall.
Funkenschlag
durchgleißt die Nacht.
Hämmernd, monoton von Macht.
Schweißpunkte und Schweißnähte
die Vergangenes und Gegenwart
verweben, dann zerstechen,
verkleben, dann zerbrechen,
vernähen und mit Jähzorn versehen.
2. Gesang, Sympathie
Am Anfang ist ein Funkenflug,
wenn Blicke sich berühren,
Hände fühlen,
die sich doch nie greifen,
Gedanken schweifen,
die nicht mehr leben,
Träume, die durch Nächte irren
wie verbranntes Fleisch.
Zu lange abgestorben
Verroht, verkohlt und dann verdorben,
ausgemehrt und ausgezehrt
Liebe und Tod im Spiegel verkehrt.
3. Gesang, Antipathie
Das Quecksilber toter Herzen giftet
sich selbst und fließend,
ist doch auch Metall auf Metall.
Doch Tropfen sind kein Schlagen,
ein Fließen ist kein Klagen.
Da ist kein Klirren mehr
im Klingenmeer.
Wie ein Hammerschlag versinkend
im Treibsand eines Flüssigmetalls.
Keine Fabrik steht.
(Mehr.)
Still.
4. Gesang, Apathie
Menschen gehen rechts.
Menschen gehen links.
Wie Roboter.
Sie sprechen aneinander vorbei,
öffnen ihre Münder
und schauen verzweifelt,
weil sie nicht sagen,
was sie denken,
weil sie nicht
denken,
fühlen.
Nicht (mehr).
Zu lange her.
5. Gesang, Apathie
Starre Augen haben ihren Glanz verloren
eiternd, farblos gelbe Tränen,
doch Trauer ist es nicht
die aus ihnen spricht,
Gefühle aus Metall geschlagen,
wie Statuen, die sich nichts mehr sagen.
Bluten nicht, weil nur Papier,
das einst aus Haut bestand
in der sich nie ein Mensch befand.
6. Gesang, Empathie
Flammen brechen nicht,
Aschen sprechen nicht,
Worte rächen sich.
Und sie lächeln nicht.
Sie vergessen nicht.
Denn sie wissen nicht,
dass alles was sie tun
und alles was sie sind,
und alles was sie wollen,
(mehr)
in diesem Moment zu wichtig ist.




