Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    Die Welt der 43

    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

    Musikrückblick 2008

    Mit Radioheads “In Rainbows” ging das Jahr schon mal ziemlich genial los. Bei der Band mag ich schon gar nicht mehr von guten Alben reden, seit OK Computer kein Durchhänger, eine ganz eigene Liga. Marillions “Happiness is the Road” ist auch wieder ganz stark, obwohl ich ein paar Anlaufschwierigkeiten damit hatte. Leider bisher nur auf mp3, ich hoffe das kommt dann bald mal als richtiges Album? David Gilmour legte mit Live in Gdansk ein fantastisches Konzert hin, festgehalten auf CD bzw. DVD. Tolle Versionen von Pink Floyd-Klassikern, sowie sein aktuelles Soloalbum “On an Island” macht auch endlich Spaß. Mit von der Partie war der leider kurze Zeit später verstorbene Richard Wright. Sehr empfehlenswert. R.E.M. boten dieses Jahr mit Accelerate ein sehr gelungenes Rockalbum, endlich mal wieder wird die Gitarre ausgepackt, rau und spaßig. Sie können es einfach noch. Portishead machen wenige Alben, wenn dann aber richtig und so kann mich “Third” wieder begeistern. Kopfhörerpflicht.

    Eisbrechers “Sünde” ist ein gelungener Nachfolger zu Antikörper. Wie immer überzeugen mich nicht alle Songs, aber was soll man dazu auch sagen: Eisbrecher muss man einfach live sehen, alles andere ist nicht das selbe. ASP brachte den genialen Zaubererbruder, für mich sein stärkstes Album bisher und das Livewerk Akoasma. Auch hier ist live sehen Pflicht! Der Graf und seine Unheiligen erfreuten uns mit einem schönen Livealbum “Puppenspiel live - Vorhang auf”, das mir viel besser Konzert als die beiden Konzerte die ich dieses Jahr von ihm gesehen habe (m’era luna und Hannover). Das Puppenspiel-Album hingegen tritt etwas auf der Stelle, wenige sehr gute Songs, ansonsten kennt man alles einfach schon. Kein Problem als Grafneuling, wohl ein Problem, wenn man die anderen Alben kennt. Alexander Veljanov sorgte mit “Porta Macedonia” für das überraschendste Album. Hätte ich nie erwartet, dass das so gut wird!

    Was noch war:
    Spock’s Beard legten ihr stärkstes ohne-Neal-Morse-Livealbum vor, Neal Morse hingegen ein sehr ordentliches Solowerk mit Lifeline. Er erfindet das Rad nicht neu, aber hält seit Jahren den Standard - und der ist nicht gerade niedrig. Es ist allerdings die Special Edition Pflicht, es wartet eine zweite CD mit Spielfreude pur. Hier hat jemand viel Spaß an der Musik. Langeweile geht anders.

    Zum Abschluss noch was zu Guns n’ Roses Chinese Democracy: So schlecht finde ich es gar nicht. Es ist einfach anders als die Use your Illusion - Alben, aber es gibt doch sehr starke Songs. Schade nur, dass Brian May nicht mehr dabei ist.

    Und wo ich ihn grade erwähne: Queen & Paul Rodgers “Cosmos rocks”: Lässt mich etwas zwiespältig zurück. Die Stimme von Rodgers ist klasse und die passt auch sehr gut zu May bzw. Restqueen. Aber leider bleiben die richtigen Blueskracher, die man nun erwarten könnte in der Unterzahl. So plätschert es teilweise dahin. Schade, da wäre mehr möglich gewesen, gerade, wenn man sieht wie Paul Rodgers einige Queen-Klassiker wie Hammer to Fall bringt. Ganz anders als Mercury, aber trotzdem spitze. Ein Ausnahmesänger ist er ohne Frage. Hardrock 2008 ist nicht das langweilige Death Magnetic von Metallica, sondern das stark nach vorn rockende Forever More von Tesla. Ein Album ohne Ausfall. Perfekte Musik um bei Rennspielen Highscores zu knacken.

    Hört!

    Der Beitrag wurde am Samstag, den 10. Januar 2009 um 14:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter Review abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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