Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    Die Welt der 43

    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

    ASP-Aus der Tiefe

    „Hörst du das Rufen – Tief in der Erde…“
    So erhebt sich Asps Gesang zu Beginn des Albums aus dem Nichts. Dann düstere Klänge, Geräusche, ehe die Melodie einsetzt. Von Beginn an wird bei diesem vierten Teil des Zyklus um den Schwarzen Schmetterling klar, dass ASP neue Wege gehen. Die Geschichte steht klar im Vordergrund, musikalisch wird es sperriger. Und wie ich finde besser. Erzählte Passagen runden das Album ab, Melodien werden in späteren Songs wieder aufgenommen.

    Und dennoch sind mit „Me“, dem textlich vielleicht etwas plakativen „Schwarzes Blut“ und natürlich der Single „Werben“ einige Hits dabei, wo man einfach nur mithüpfen möchte. „Aus der Tiefe“ ist ein Album, auf das man sich einlassen muss. Zum nebenbei hören eignet es sich nur bedingt, allein schon wegen der gelungenen hörspielartigen Passagen lohnt es sich einfach, das mal über Kopfhörer laufen zu lassen. Ein Album, auf dem es viel zu entdecken gibt.

    Absolutes Highlight ist das auf einem traditionellen Lied basierende „Ballade von der Erweckung“, ein etwa 9 minütiger Song getragen von Asps Stimme. Eine weitere Perle ist für mich „Ich komm dich hol’n“, was sie zum Glück sogar auch mal live spielen.

    Insgesamt bieten sich hier Melodien, Melodien, Melodien, spannende Texte und eine atmosphärische Geschichte. Durch die Übergänge und die erzählten Passagen ist „Aus der Tiefe“ allerdings sperriger als sein Vorgänger. Das zeigt auch der abschließende Songzyklus „Spiegelauge“, der bereits andeutet, wohin die Reise auf dem nächsten Album gehen wird. Auch wenn „Spiegelauge“ wohl ein zusammenhängendes Element sein soll, so ganz passt das dann nicht. Zu unterschiedlich sind die Teile, es wirkt auch etwas zu gewollt. Nett, aber nicht mehr, bewirkt es, dass „Aus der Tiefe“ die Höchstwertung verwehrt bleibt. Trotzdem aber natürlich ein sehr gutes Album, das aber leider nicht immer wie aus einem Guss wirkt.

    Der Beitrag wurde am Montag, den 8. Dezember 2008 um 20:34 Uhr veröffentlicht und wurde unter Review abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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