Dreiundvierziger - Der Südseeblog
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    Die Welt der 43

    "Das Gewöhnliche, hier wirds Ereignis" - so hiess es schon bei Goethe - und hier wird dieser Satz Wahrheit, für die, die es wollen, brauchen und manchmal auch haben müssen.

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    Sprich dich selbst!

    Manchmal führe ich Selbstgespräche mit mir selbst.
    Manchmal mit anderen.
    Sprecht!

    Beitrag Nr.: 1 wurde veröffentlicht am 6. Mai 2010 von fd

    Kategorie Die Welt der 43 | 0 Kommentare »

    Pathience

    1. Gesang, Empathie
    Aus der Ferne.
    Wenn Echos fremder Zeiten
    unter uns dröhnen
    die wir vor uns wähnen.
    Metall geißelt Metall.
    Funkenschlag
    durchgleißt die Nacht.
    Hämmernd, monoton von Macht.
    Schweißpunkte und Schweißnähte
    die Vergangenes und Gegenwart
    verweben, dann zerstechen,
    verkleben, dann zerbrechen,
    vernähen und mit Jähzorn versehen.

    2. Gesang, Sympathie
    Am Anfang ist ein Funkenflug,
    wenn Blicke sich berühren,
    Hände fühlen,
    die sich doch nie greifen,
    Gedanken schweifen,
    die nicht mehr leben,
    Träume, die durch Nächte irren
    wie verbranntes Fleisch.
    Zu lange abgestorben
    Verroht, verkohlt und dann verdorben,
    ausgemehrt und ausgezehrt
    Liebe und Tod im Spiegel verkehrt.

    3. Gesang, Antipathie
    Das Quecksilber toter Herzen giftet
    sich selbst und fließend,
    ist doch auch Metall auf Metall.
    Doch Tropfen sind kein Schlagen,
    ein Fließen ist kein Klagen.
    Da ist kein Klirren mehr
    im Klingenmeer.
    Wie ein Hammerschlag versinkend
    im Treibsand eines Flüssigmetalls.
    Keine Fabrik steht.
    (Mehr.)
    Still.

    4. Gesang, Apathie
    Menschen gehen rechts.
    Menschen gehen links.
    Wie Roboter.
    Sie sprechen aneinander vorbei,
    öffnen ihre Münder
    und schauen verzweifelt,
    weil sie nicht sagen,
    was sie denken,
    weil sie nicht
    denken,
    fühlen.
    Nicht (mehr).
    Zu lange her.

    5. Gesang, Apathie
    Starre Augen haben ihren Glanz verloren
    eiternd, farblos gelbe Tränen,
    doch Trauer ist es nicht
    die aus ihnen spricht,
    Gefühle aus Metall geschlagen,
    wie Statuen, die sich nichts mehr sagen.
    Bluten nicht, weil nur Papier,
    das einst aus Haut bestand
    in der sich nie ein Mensch befand.

    6. Gesang, Empathie
    Flammen brechen nicht,
    Aschen sprechen nicht,
    Worte rächen sich.
    Und sie lächeln nicht.
    Sie vergessen nicht.
    Denn sie wissen nicht,
    dass alles was sie tun
    und alles was sie sind,
    und alles was sie wollen,
    (mehr)
    in diesem Moment zu wichtig ist.

    Beitrag Nr.: 2 wurde veröffentlicht am 23. März 2010 von fd

    Kategorie stories | 0 Kommentare »

    Momentaufnahme, innen

    Im Moment kommt es mir so vor, als wäre alles was ist Geschichte, was war eine Lüge und was wird nichts mehr.

    Kann mit meinen Gedanken nirgendwo hin. Nicht sehen, nicht fühlen, eine Leere in allem.
    Man hat mich abgeschaltet, deaktiviert.

    Ich glaube nicht an ein Wiedersehen, doch wie kann man glauben, wenn da nichts mehr ist woran man glauben kann?

    Zeit vergeht nicht mehr.
    Schlaf umgibt mich nur mehr scheu.
    Kann mich nicht mehr freuen.
    Gutes prallt ab, außen.
    Eine Momentaufnahme, innen
    Voller Zweifel, in meinen Sinnen.

    Beitrag Nr.: 3 wurde veröffentlicht am 19. März 2010 von fd

    Kategorie stories | 1 Kommentar »

    Unheilig - Große Freiheit

    2010: Der Graf präsentiert sein neues Werk, den Nachfolger zu dem aus meiner Sicht eher durchwachsenen Puppenspiel. Bei Unheilig&Friends hatte ich ihn wieder live gesehen und fand das absolut überzeugend, dort spielte er zwei Stücke aus diesem neuen Album. Unter deiner Flagge, bei dem ich nur dachte – oh Gott, bitte kein An deiner Seite Teil 2… Der andere Song war Für immer und ging sofort super ab. Somit war ich doch sehr gespannt auf dieses Album, befremdlich fand ich dann allerdings die Dauerberieselung auf RTL 2 mit Geboren um zu leben… Irgendwie auch mal wieder wie An deiner Seite… und inzwischen ahne ich wie dieses Album entstanden ist. Mit einem Brainstorming zum Thema Meer und Seefahrt, das alles eingebettet in die typischen Unheiligmelodien. Und alles schön Vivatauglich mit angezogener Handbremse. Aber beginnen wir am Anfang.

    Das Meer beginnt mit einem Nebelhorn, Hafensounds und typischen Unheiligsynthies – kurzum mal wieder eine Einführung in das Album. Ist ja auch gar nicht schlecht und die Idee, alles zum Thema Meer zu machen eigentlich auch nicht, aber bitte bitte nicht dermaßen platt. Ich suche die Sterne und den Mond und das Licht am Horizont – so heißt es im zweiten Song Seenot - der ist aber zumindest noch ganz gefällig. Und wer sich gleich die Limited Edition des Albums zulegt bekommt noch eine frühe Rohfassung einiger Stücke mitgeliefert, die noch etwas rauer und besser wirken. So auch Für immer. Nicht originell, aber live sprang wie gesagt der Funke sofort über, auf dem Album ist das einfach nur noch eine lahme Pussyversion. Und bei der weiten Seereise durch die Platitüden gibt es danach Geboren um zu leben. Alles so platt, kein Zwischen-den-Zeilen-lesen mehr nötig. Kitsch trieft aus den Boxen. Und man kann nur sagen was dieses Album betrifft: Dieser Weg wird kein leichter sein… für Freunde des alten, besseren Grafen allerdings…

    Abwärts geht es niveaumäßig weiter, etwas härter, aber das gibt es mit Maschine oder Kleine Puppe schon so unendlich viel besser von Unheilig. Halt mich ist dann die neunmillionste Version von Mein Stern, der Erdball dreht sich mit der Flut, in diesem Augenblick bleibt nur das was wichtig ist. Aha.

    Unter Feuer und Ich gehöre mir strotzen nur vor Einfallslosigkeit und Selbstzitaten, furchtbar-dazwischen der lahme Titeltrack Große Freiheit. Willkommen in meinem Leben hieß es früher, bald heißt es wohl: Willkommen bei Carmen Nebel. ..

    Nach der neunmillionsten Version von Mein Stern folgt hier die neunmillionenunderste: Heimatstern, und oh ja-das ist eine Ballade. Und weil der Unheiligfan 2010 offensichtlich vergesslich ist folgt darauf gleich noch Sternenbild. Ich gebe aber zu, dass mir das noch am besten gefällt von diesem Album – immerhin erreicht der Graf hier mal das gute Niveau vergangener Tage. Darauf folgt aber auch gleich mit Unter deiner Flagge das für mich schlechteste Unheiliglied. Merkt er es selbst noch?

    Ferne Welt ich komme, ich kann deine Lichter seh’n – so heißt es in Fernweh. Bezeichnend genug, dass ich das hier noch als besseren Song bezeichnen muss, allenfalls Unheilig-Mittelmaß, aber dafür ist man hier ja schon dankbar. Denn das belanglose Schenk mir ein Wunder kann man sich leider ebenso schenken wie das gesamte Album. Auf Kurs ist noch mal eine bessere, schnellere Nummer, zum Ausklang folgt das Instrumental Neuland. Damit macht er nichts falsch. Aber versöhnen können mich Unheilig damit nicht mehr.

    Fazit: Der geneigte Unheilighörer schüttelt enttäuscht, wütend oder ungläubig den Kopf, hier gibt es keine Ecken und Kanten mehr, nichts mehr zum Nachdenken und von den Melodien her wird auch nur sporadisch Neues geboten. Wer also den vivatauglichen Massengraf hören möchte ist hier bestens beraten, wer wie ich den Goldenen Zeiten nachtrauert hört die Alben bis zum Puppenspiel und vergisst, dass es diese Band noch gibt.

    Beitrag Nr.: 4 wurde veröffentlicht am 26. Februar 2010 von fd

    Kategorie Review | 2 Kommentare »

    Ein paar Texte

    1.
    Ich habe gehofft, so lange das Licht brennt.
    Doch Tote altern nicht.

    2.
    Du lebst ständig.
    Du lebst selbst.
    Du lebst selbst ständig.
    Du lebst selbst, ständig.
    Du lebst selbständig in Angst.

    3.
    Nun, da einige Wochen vergangen sind,
    ist es Zeit an den Anfang zurückzukehren.
    Wünsche werden Wirklichkeit,
    Träume Phantasie,
    und Hoffnung entsteht aus Traurigkeit.

    4.
    Weil die Menschen mich nicht mochten, begann ich mit den Büchern zu sprechen.
    Denn diese waren das einzige, was ich liebte - und die Bücher liebten mich, würde ich sagen.

    5.
    Ich greife durch die Zeit.
    Als der Regen still steht.

    Beitrag Nr.: 5 wurde veröffentlicht am 7. Februar 2010 von fd

    Kategorie stories | 0 Kommentare »

    Mondfinsternis

    Durch Schloss und Tor, Pforte und Schrein
    Werde ich mein Monduntergang sein.
    Gestank und Abschaum dieser Welt
    Die sich noch gestern entgegenstellt

    Verschwinden - und betrachtet, wie es vorher war,
    Alles was wird, ist nicht mehr da,
    Und alles, was niemals gewesen ist,
    Wird Leben, wird Werk und wird mein Licht.

    Einfach nur kalt und unbewohnt,
    mein Werden im Morgenstill - ein toter Mond.

    Ich ziehe aus in den Strobentank
    Von Schichtfest, Herrgott und Erntekrank,
    Verschließ mich bestrahlt von Nacht
    Zwischen gleißenden Sternen in Mondohnmacht.

    Die Finsternis eines toten Mondes
    Die Ohnmacht eines maroden Todes
    Ich selbst versteckt in meiner Welt der Nacht
    Schwarz ist nicht tot - wo mein Leben lacht.

    Beitrag Nr.: 6 wurde veröffentlicht am 18. November 2009 von fd

    Kategorie stories | 0 Kommentare »

    Sancho&Pancho

    Es sprach der berühmte Philosoph Sancho: “Wenn der Frosch nicht Wasser kommt, muss das Wasser zum Frosch kommen.”

    in diesem sinne: Froscht!

    Beitrag Nr.: 7 wurde veröffentlicht am 20. Oktober 2009 von fd

    Kategorie Die Welt der 43 | 0 Kommentare »

    Blondinenwitze gesucht!

    Da es mal wieder Zeit wird für ein kleines Projekt, worüber ich noch nicht so viel verraten möchte, suche ich Blondinenwitze jeglicher Art.

    Also wenn ihr welche wisst, immer und gern her damit!
    Einfach als Kommentar schreiben oder per Mail an mich.

    Vielen Dank schon mal!

    Blondiert!
    fd

    PS: Ich gratuliere Akismet zu 6666 verhinderten Spameinträgen auf dreiundvierziger.de!

    Beitrag Nr.: 8 wurde veröffentlicht am 4. Oktober 2009 von fd

    Kategorie Die Welt der 43 | 1 Kommentar »
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